Misserfolge bei der Wurzelbehandlung
Misserfolge sind leider ein häufiges Problem. Der Grund liegt auch in den Vorgaben der Gesundheitspolitik. So genügt es in der gesetzlichen Krankenversicherung den Wurzelkanal bis in das untere Wurzeldrittel aufzubereiten. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht eine Katastrophe, da nur eine maximale Keimreduktion zu einem Erfolg führt. Das Zurücklassen von stark bakteriell kontaminierten Material führt zu einer andauernden Belastung des Immunsystems und irgendwann zu einer Entzündung im Knochen. Die beiden Röntgenbilder rechts zeigen solche Entzündungen. Die dunklen Zonen um die Zahnwurzeln zeigen die Auflösung des Knochens. Die Ursache liegt in den unzureichenden Wurzelfüllungen (zu kurz und nicht randdicht).
Die Chance Zähne in einem solch fortgeschrittenen Krankheitsstadium zu retten sind sehr gering.
Im Gegensatz zu den oben gezeigten Fällen sehen Sie hier bis an die Wurzelspitzen aufbereitete Wurzeln und mit Guttapercha abgedichtete Wurzelfülungen.
Solche Ergebnisse sind allerdings nur unter hohem technischen und zeitlichen Aufwand zu erzielen.
Die Chancen für einen langfristigen Erhalt dieser Zähne sind sehr gut.
Die mangelhafte Qualität der Wurzelbehandlungen in Europa ist durch Untersuchungen gut belegt. Während in den USA die Erfolgsquote bei den durch Endodontisten (Spezialisten) durchgeführten Behandlungen über 90% liegt, entsprechen in Europa und Deutschland im Durchschnitt nur ca. 40 % aller Wurzelbehandlungen dem erreichbaren Standard..



