Dr.Peter Zwisler - Privatpraxis für Zahnerhaltung

Schwangerschaft und Kinderprophylaxe

Schon während der Schwangerschaft können Sie für Ihr Kind ein Umfeld schaffen, mit dem das Kariesrisiko Ihres Kindes später deutlich reduziert wird.

Ein Infoblatt können Sie sich im Downloadbereich zum Ausdruck herunterladen.

Der besseren Übersicht wegen erfolgt die Darstellung chronologisch:

Schwangerschaft

Schwangere leiden unter vermehrten Blutungen und Entzündungen des Zahnfleisches. Diese Symptome beginnen bereits im 2. Schwangerschaftsmonat und erreichen ihren Höhepunkt im 8. Monat. Nach der Geburt gehen diese Symptome ganz oder zum größten Teil zurück.
Wie jede andere Zahnfleischentzündung ist auch die Schwangerschaftsgingivitis durch eine erhöhte Zahl von Bakterien gekennzeichnet. Eine Intensivprophylaxe im 5. Monat, eine gute Mundhygiene sowie ggf. eine weitere professionelle Zahnreinigung kann diese Erkrankung verhindern. Wichtig ist auch eine ausgewogene Ernährung. Zuviel Süsses ist ebenso gefährlich wie zuviel Saueres (z.B. Fruchtsäfte ). In diesem Zusammenhang sind neue Forschungsergebnisse über dem Zusammenhang von Zahnfleischerkrankungen und Frühgeburten wichtig.

 
Nach der Geburt

 

Karies ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung. Studien belegen daß sowohl der Zeitpunkt wie auch die Menge der kariogenen Keimbesiedelung der Mundhöhle einen großen Einfluß auf das Ausmaß der späteren Kariesentwicklung haben. Da diese Besiedelung von den Eltern übertragen wird, sollte das Ablecken von Schnullern und Löffeln möglichst vermieden werden. Da die Menge der übertragenen Keime natürlich davon abhängig ist, in welchem Maß der Überträger selbst die kariogenen Keime trägt ist klar, daß sich beide Eltern die Zähne sanieren lassen sollten. Bevor die ersten Zähne durchbrechen (2.-5. Lebensmonat) sollte nochmals eine Intensivprophylaxe durchgeführt werden.

Achten Sie auf wechselnde Lagerungen beim Stillen oder im Liegen, um frühe Wachstumsstörungen mit Assymetrien zu vermeiden.

Der Saugreflex eines Kindes ist angeboren und wird später durch den Kaureflex abgelöst. Dieser Saugreflex sollte nicht künstlich verlängert werden. Beginnen Sie daher ab dem 8. Lebensmonat langsam mit der Umstellung von der Flasche auf den Trinkbecher und der Entwöhnung vom Schnuller.

Die Milchzähne sind für die Entwicklung der Sprache und als Platzhalter für die bleibenden Zähne äußerst wichtig. Beginnen Sie spielerisch die Zahnreinigung mit einem Wattestäbchen gleich nach dem Durchbruch des ersten Zahnes.

Kindertees in Flaschen produzieren das Nursing-Bottle-Syndrom!!! Durch die Dauereinwirkung der gesüßten Tees und Säfte werden die Milchzähne binnen kurzer Zeit vollständig zerstört!

Die Zugabe von Fluoriden ist bei uns nicht nötig. Die lokale Fluoridierung in der Praxis genügt.

Bringen Sie Ihr Kind zu Ihren Kontrollterminen mit in die Praxis. Es wird sich an die Umgebung gewöhnen und ein angstfreier Patient werden

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