Zahnpflege
Die tägliche Zahnpflege ist der wichtigste Faktor bei der Erhaltung der Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch. Wichtig ist das regelmäßige Putzen der Zähne nach einem immer gleichen System, sodaß die Pflege sich zu einer festen Gewohnheit entwickelt. Die beste Putztechnik und die für Sie sinnvollen Hilfsmittel werden durch Ihre individuelle Situation bestimmt. So verlangen sehr eng stehende Zähne eine andere Pflege als in einer Reihe stehende Zähne.
Folgende Grundregeln gelten immer:
- besser 1x täglich richtig als 3x täglich oberflächlich putzen
- intensive Reinigung vor dem Schlafengehen
- nicht unmittelbar nach dem Essen putzen (30 Minuten warten)
- nicht zuviel Druck mit der Zahnbürste ausüben (unter 200 g)
Hier eine Übersicht über sinnvolle Pflegehilfsmittel:
Die Handzahnbürste:
- Sie sollte aus vielen kleinen Kunststoffborsten (multitufted) mit abgerundeten Enden bestehen.
- Keine Naturborsten benützen. Diese sind durch ihre rauhe Oberfläche Bakterienträger.
- Keine harten Borsten. Harte Borsten können bei falscher Putztechnik am Übergang von Zahnschmelz zu Zahnwurzel zur Zerstörung des Wurzeldentins führen.
- Alle 2 Monate muß die Bürste gewechselt werden.
- Es gibt verschiedene Zahnputztechniken für die Handzahnbürste, die sich aber nicht wesentlich unterscheiden. Am wichtigsten ist das systematische Vorgehen mit immer gleichem Ablauf, sodaß alle Zähne gleichmäßig gereinigt werden. Am besten wird die richtige Anwendung in der Praxis mit Hilfe einer speziell ausgebildeten zahnärztlichen Assistentin geübt.
Die elektrische Zahnbürste:
Die elektrische Zahnbbürste kann eine große Erleichterung - besonders für behinderte Patienten sein. Neuere Untersuchungen zeigen, daß die elektrischen Bürsten in ihrer Reinigungswirkung der Handzahnbürste überlegen sind. Allerdings gilt auch hier: Nur die regelmäßige und systematische Anwendung ist erfolgreich.
Die elektronische Zahnbürste:
Die jüngste Entwicklung sind die elektronischen “Schallzahnbürsten”. Diese Bürsten arbeiten statt mit einem Eletromotor mit Schallenergie ( 30 000 Hertz) und lösen so Beläge und Plaque. Dabei ist die Abrasivität sehr gering. Die wechselnden Druckveränderungen sollen durch einen erhöhten Ionenaustasch eine Art Zellaktivierung bewirken.
Die Interdentalraumbürste:
Die Zahnzwischraumbürste ist ein äußerst wirksames Instrument zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ist sie einfach zu handhaben. Bei weiten Zahnzwischenräumen ist sie häufig die einzige Möglichkeit diese Zonen zu säubern. Ob die Pflege mit dieser Spezialbürste sinnvoll ist, hängt von z.B. der Stellung der Zähne und der prothetischen Versorgung ab.
Zahnseide:
Ein lange erprobtes Reinigungsmittel - besonders bei engen Zahnzwischenräumen. Die Anwendung sollte in der Praxis eingeübt werden.
Zahncreme:
Die Zahncreme dient hauptsächlich dazu - wie bei einem Geschirrspülmittel die Oberflächenspannung des Wassers zu reduzieren und eine bessere Reinigung zu ermöglichen. Die in allen Zahncremes enthaltenen Schleif- und Polierkörper sollten möglichst wenig abrasiv sein. Fluoridzusätze sind bei entsprechender Prophylaxe durch die zahnärztliche Praxis nicht nötig. Siehe auch Abschnitt Fluoride.
Spezielle Raucherzahncremes:
Diese sind wegen der meist groben Schleifkörper und dem damit verbunden Abtrag von Zahnsubstanz abzulehnen.
Mundspülungen:
Diese ersetzen im Gegensatz zu den Behauptungen der Industrie keinesfalls die Zahnbürste und sind daher unnötig.