Dr.Peter Zwisler - Privatpraxis für Zahnerhaltung

Komposite - Materialeigenschaften

Bestandteile:

Komposite bestehen zu einem kleinen Anteil (ca. 20 bis 25 Volmen-%) aus Kunstharzen und zum grösseren Teil (ca. 75 bis 80 Volumen-%)  aus einem anorganischem Füller.
Der Füller kann ein Silikat-Glas, ein Quartz- oder Zirkonsilikat sein.
Die Füllerpartikel haben je nach Verwendungszweck einen Durchmesser von 0,02 - 3 micron (Millionstel Meter)

Der grosse Vorteil der Komposite ist, dass sie in sehr unterschiedlichen Konsistenzen hergestellt werden können und daher für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden können.

Anwendungsspektrum:

Es gibt kaum ein Gebiet in der Zahnmedizin, in dem sie nicht verwendet werden können, aber die gesamte moderne Zahnmedizin wäre ohne Verbindungs- und Klebemöglichkeiten an organischem Gewebe nicht denkbar.

Problem:

Kompositmaterialien MÜSSEN optimal verarbeitet werden!!! In der Regel sind Kofferdam und ein genaues standardisiertes Vorgehen erforderlich. Komposite sind nicht fehlertolerant!

Komposite sind auf ein aufwendiges Klebeverfahren (Bonding) als Befestigungsbedingung angewiesen. Dieses Befestigungsverfahren ist noch weniger fehlertolerant als die Verarbeitung der Komposite selbst.

Da die Kompositmaterialien niemals zu 100% auspolymerisieren (= aushärten), kann es bei sensitiven Personen zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen! Eine möglichst perfekte Aushärtung MUSS daher angestrebt werden.

Bei starken Knirschern ist das Behandlungsergebnis im Vergleich zu Goldrestaurationen stärker gefährdet.

Komposit-Veneers können bei nicht optimaler Pflege schneller verfärben als Keramik-Veneers.

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