Dr.Peter Zwisler - Privatpraxis für Zahnerhaltung

Habits - Angewohnheiten

Habits sind meist unbewusst ablaufende destruktive Tätigkeiten, welche bestimmte Kiefer-/Zahnabschnitte besonders belasten und zu Lockerungen/Schäden an den Zähnen oder zu Verformungen des Kiefers bzw. der Bisslage führen können.

Bekannte Habits sind:

* lang anhaltendes Daumen- oder Fingerlutschen,Beißen oder Nuckeln an Trinkflaschen, Beruhigungssaugern oder anderen Gegenständen

* Einsaugen der Lippen- oder Wangenschleimhaut

* Fehlfunktionen der Zunge beim Schlucken, die zu Zahnfehlstellungen und/ fehlerhafter Beziehung der Zähne des Ober- und Unterkiefers
zueinander und zu Bisslageänderungen führen können

* Mundatmung

Hauptgruppe von H. sind Babys/Kinder, aber ebenso können Erwachsene solche Angewohnheiten entwickeln  (z.B. Beißen auf Büroklammern, Halten von Nägeln oder Nadeln). Ob Daumen, Sauger oder Nuckel: Jeder Fremdkörper zwischen den Zähnen stört und beeinflusst das Gleichgewicht des Kausystems. Ob es dabei zu Kieferdeformierungen kommt, hängt von der Disposition, der Intensität - von der Zeit- und Krafteinwirkung - und vom Lutschgegenstand ab.

H. sind stark im Zunehmen begriffen.  Nur etwa 50 Prozent aller Anomalien der Kiefer- und Zahnstellung sind angeboren oder vererbt. In zehn Prozent der Fälle ist die Ursache nicht eindeutig zuzuordnen. Dagegen sind 40 Prozent der Anomalien erworben, das heißt, sie sind durch Fehlverhalten entstanden und können durch Aufklärung und Verhaltensänderung beeinflusst werden.

 

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