Dr.Peter Zwisler - Privatpraxis für Zahnerhaltung

Das Prinzip der Adhäsivtechnik besteht darin, dass ein flüssiger Kunststoff ( Haftvermittler) einen Verbund zwischen der Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin) einerseits und dem entsprechenden Füllungsmaterial (z.B. einem Komposite) andererseits eingeht. Hierzu muss die Zahnoberfläche vorbehandelt ("konditioniert") werden. Durch Aufbringung einer Säure (30-40%ige Phosphorsäure; Ätzgel) über einen Zeitraum von 20 bis 40 Sekunden wird eine oberflächliche Schicht von ca. 10 µm abgetragen und Rauigkeiten von etwa 30 µm Tiefe geschaffen (Fachbegriff "Etching"). Die dadurch bedingte Oberflächenvergrößerung bieten eine bessere Benetzbarkeit für sog. Haftvermittler (Bezeichnungen: Bond, Adhäsive).

Der Haftvermittler - ein niedervisköser Kunststoff - fließt in die aufgelösten Strukturen ein und ergibt nach Aushärtung (durch Lichthärtung) eine mikromechanische Verankerung, an dessen gegenüberliegenden Oberfläche das eigentliche Füllungsmaterial eine chemische Verbindung eingeht.

Die Adhäsivtechnik ist dre Grundpfeiler aller moderen Behandlungsmethoden. Ohne diese Technik wären Kermik-Veneers, Komposit-Veneers, Keramik-Inlays, Kompositfüllungen und Schmelz-Lifting nicht möglich.

 

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